Vertrauen & Sicherheit

Wie Tegmaguard Ihre Daten bei der Arbeit mit KI schützt

Tegmaguard ersetzt personenbezogene Angaben auf Ihrem Rechner, bevor ein Text einen KI-Anbieter erreicht. Auf dieser Seite steht, wie das technisch funktioniert, welche Verbindungen die App aufbaut und was Sie selbst in der Hand haben. Grundlage ist der aktuelle Programmcode mit seiner Dokumentation.

Tegmaguard wurde 2026 in Berlin gegründet, und Ihre Fragen beantwortet das Entwicklungsteam direkt. Referenzkunden liegen noch nicht vor; die technischen Angaben auf dieser Seite beruhen auf dem Programmcode und seinen automatisierten Tests.

Ihr Nutzen

Was Tegmaguard für Sie tut

Sie arbeiten mit Claude, ChatGPT, Gemini oder Mistral wie gewohnt. Vorher ersetzt Tegmaguard auf Ihrem Rechner, was eine Person oder einen Fall erkennbar macht.

  • Lesbare Ersatzwerte.Ein Name wird zu einem anderen Namen, eine IBAN zu einer anderen mit gültiger Prüfziffer, und jede erkannte Person behält im ganzen Fall dieselbe Ersatz-Identität. Das Modell arbeitet mit einem stimmigen Text; die Antwort übersetzt die App auf Ihrem Gerät zurück.
  • Verarbeitung auf Ihrem Rechner.Ihre Texte laufen über keinen Server von Tegmaguard. Die Verbindung geht direkt zum KI-Anbieter Ihrer Wahl, mit Ihrem eigenen API-Schlüssel. Mit einem lokal geladenen Modell über Ollama bleibt die KI-Anfrage ganz auf dem Gerät. Die App kennt zwei getrennte Modi: Im Cloud-Modus sind nur Cloud-Anbieter wählbar, im Lokal-Modus nur Ollama.
  • Eine Akte statt eines Chatfensters.Die Akten-Engine führt Dokumente, Beteiligte und Fristen in einem Fall zusammen. Fristen berechnet sie regelbasiert, wo der Falltyp Fristregeln definiert (zum Beispiel Steuer-Einsprüche und Arztakten), ohne Sprachmodell, und exportiert sie als Kalendereintrag; die Fristenkontrolle bleibt in Ihrer Kanzlei- oder Praxissoftware. Antworten aus der Akte sollen sich auf Dokumente des Falls stützen; eine Fundstelle ohne Herkunft zeigt die App als Meldung an.
  • Acht Profile.Rechtsanwalt, Steuerberater, Gesundheit, Bank, Versicherung, Personal und Allgemein bringen jeweils eigene Muster mit; das Profil Universal vereint sie für gemischte Akten. Entwickelt zuerst für deutschsprachige Texte, mit eigenen Regeln für Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Irland und die USA.
  • Protokoll zu jedem Fall.Zu jedem Fall erstellt die App einen DSGVO-Bericht als PDF oder Word, beim Löschen ein Löschzertifikat. Der Bericht kann einer Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35 DSGVO) als Anlage dienen; eine eigene ersetzt er nicht.
  • Ohne Konto und ohne Telemetrie.Die Lizenz prüft die App offline. Analyse-, Tracking- oder Absturzmelde-Bibliotheken enthält sie nicht. Die macOS-App ist mit einer Apple Developer ID signiert und von Apple notarisiert.
Netzwerk

Jede Verbindung der App, offen dokumentiert

Die Ersetzung läuft auf Ihrem Rechner, und Ihre Texte gehen über keinen Server von Tegmaguard. Diese Verbindungen baut die App auf:

KI-Anbieter (Anthropic Claude, OpenAI GPT-Modelle, Google Gemini, Mistral AI)
Nur der Text nach dem Ersetzen, zusammen mit der Arbeitsanweisung an das Modell. Beides durchläuft vorher dieselbe Prüfung. Die Verbindung geht direkt von Ihrem Gerät zum Anbieter, mit Ihrem eigenen API-Schlüssel.
Lokales Modell (Ollama)
Die Anfrage bleibt auf Ihrem Rechner. Die App lässt für Ollama nur Verbindungen zum eigenen Gerät zu und verweigert jede andere Adresse.
Update-Prüfung
Bei jedem Start fragt die App bei GitHub nach einer neuen Version, auch im Lokal-Modus. Übertragen wird dabei, wie bei jeder Internetverbindung, Ihre IP-Adresse, aber kein Inhalt. Neue Versionen werden standardmäßig automatisch installiert; das lässt sich in den Einstellungen abschalten.
Lizenz
Die Lizenzdatei wird auf Ihrem Gerät anhand einer digitalen Signatur geprüft. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung und keine Online-Aktivierung.
Nur auf Ihre Veranlassung
Modell-Downloads für Ollama (Ollama lädt sie aus der Ollama-Bibliothek im Internet), selbst eingerichtete MCP-Server (nur mit Claude, pro Fall einschaltbar; die Verbindung zum MCP-Server baut Anthropic auf, nicht die App) und „Per E-Mail teilen“. Letzteres öffnet einen Entwurf in Ihrem Mailprogramm, und zwar mit dem Klartext. Außerdem der Schlüssel-Assistent für Mistral und Gemini: Er öffnet auf Ihren Klick die Schlüsselseite des Anbieters in Ihrem Browser. Sein Verbindungstest sendet mit Ihrem Schlüssel nur einen festen Testsatz an den Anbieter, keine Inhalte aus Ihren Fällen.
Telemetrie
Keine. Die App enthält keine Analyse-, Tracking- oder Absturzmelde-Bibliotheken. Auch diese Website setzt keine Cookies und lädt nichts von fremden Servern.

Wie das geprüft ist: Ein automatisierter Test ruft im Lokal-Modus alle Programmschnittstellen der App auf und protokolliert jeden Verbindungsversuch nach außen. Ergebnis: keiner. Die Update-Prüfung der App-Hülle deckt dieser Test nicht ab, und eine Messung der fertig gebauten App mit einer Firewall steht noch aus.

Speicherung

So sind Ihre Daten auf dem Gerät geschützt

Alles bleibt auf Ihrem Gerät. Was der Tresor verschlüsselt und was Sie selbst absichern:

Verschlüsselter Tresor

Die Zuordnung zwischen echten Angaben und Ersatzwerten, das Kundenregister und Ihre API-Schlüssel liegen in einem passwortgeschützten Tresor. Schlüssel über PBKDF2-HMAC-SHA256 mit 600.000 Iterationen, Inhalt mit Fernet (AES-128-CBC und HMAC-SHA256).

Ersatzwerte nicht rückrechenbar

Abgeleitete Ersatzwerte, etwa für ein Geburtsdatum oder eine IBAN, entstehen mit einem zufälligen Geheimnis, das nur in Ihrem Tresor liegt. Wer Ersatzwert und Quellcode kennt, kann den echten Wert deshalb nicht durch Ausprobieren ermitteln.

Was Sie selbst absichern

Exporte wie PDF- oder Word-Dateien liegen im Klartext dort, wo Sie sie speichern, ebenso die Einstellungen samt Briefkopfdaten, temporäre Druckdateien, Protokolle und eigene Vorlagen. Dafür empfehlen wir eine Festplattenverschlüsselung: FileVault (macOS) bzw. BitLocker (Windows).

Löschen mit Nachweis

Beim Löschen eines Falls entfernt die App ihn aus dem Tresor, überschreibt die Sicherungskopien und stellt ein Löschzertifikat aus. Gespeicherte Exporte und Backups des Betriebssystems, etwa Time Machine, löschen Sie selbst.

Ablauf

Was Sie in der Hand behalten

Vier Schritte, die im Programmcode festgelegt sind:

1. Erkennen und ersetzen

Erkannte Angaben werden durch stimmige Ersatzwerte ersetzt: ein Name durch einen anderen Namen, eine IBAN durch eine andere mit gültiger Prüfziffer. Das Modell arbeitet mit einem lesbaren Text.

2. Vorschau

Eingeschaltet (Standard) zeigt Ihnen die Vorschau vor dem Versand, was Ihren Rechner verlässt, und Sie können fehlende Angaben markieren. Gesendet wird genau der freigegebene Text, abgesichert über einen Hash. Abschalten lässt sie sich nur für Texte, die die App automatisch prüft.

3. Wächter

Unmittelbar vor dem Versand prüft ein zweiter, unabhängiger Schritt den fertigen Text und die Arbeitsanweisung gegen die bekannten echten Angaben des Falls. Findet er eine davon (Werte ab vier Zeichen, siehe „Initialen und Alltagswörter“), wird nicht gesendet. Freigeben können Sie nur einzeln, Wert für Wert.

4. Zurückübersetzen

Die Antwort wird auf Ihrem Gerät zurückübersetzt. Vorher prüft die App, ob darin echte Angaben auftauchen, und zeigt jeden Fund an. Diese Prüfung dokumentiert, sie hält die Antwort nicht zurück.

Erkennung

Wie die Erkennung arbeitet und wo Ihr Blick zählt

Die Erkennung arbeitet mit Regeln, Namenslisten und Kontext, auf Wunsch ergänzt durch ein lokales Modell über Ollama. Jede Ersetzung bleibt so nachvollziehbar; in der Vorschau sehen Sie jede einzelne. Wo Regeln nicht greifen, legt die Vorschau die Entscheidung in Ihre Hand.

Was die Erkennung abdeckt

  • Strukturierte AngabenIBAN, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und viele weitere Kennungen erkennt sie über feste Muster. In allen Profilen gehören dazu auch deutsche Steuer-ID, Steuernummer, USt-ID, Sozialversicherungsnummer sowie Personalausweis- und Kreditkartennummern, jeweils in üblicher Schreibweise.
  • Namen und AnschriftenÜber Namenslisten und Kontext, etwa Anrede, Vorname oder Postleitzahl.
  • FachprofileSie ergänzen branchentypische Kennungen. Aktenzeichen in Gerichtsform oder mit dem Stichwort „Aktenzeichen“ erkennt die App in allen Profilen; ein Aktenzeichen ohne Stichwort erkennt sie in den Profilen Rechtsanwalt, Steuerberater, Versicherung, Personal und Universal, nicht in Allgemein, Gesundheit und Bank.
  • LänderZuerst für deutschsprachige Texte entwickelt. Für Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Irland und die USA gibt es eigene Regeln.
  • TabellenTabellen prüft und schützt die App als Text und sendet sie nicht als Datei. Eine geschützte Kopie als Datei erzeugen Sie unter Einstellungen → Werkzeuge → „Tabelle pseudonymisieren“.

Wo Ihr Blick gefragt ist

  • Vorschau vor dem VersandEine Angabe, die keinem Muster entspricht, dem Fall nicht bekannt ist und nicht markiert wurde, kann der Erkennung entgehen. In der Vorschau sehen Sie sie und markieren sie vor dem Senden.
  • Gewöhnliche Wörter bleiben stehenEin einzelner Nachname ohne Zusammenhang und ein Ortsname ohne Postleitzahl bleiben bewusst stehen; so werden gewöhnliche Wörter nicht fälschlich ersetzt. Solche Stellen markieren Sie bei Bedarf selbst.
  • Weitere SprachenIn Texten ohne deutsche oder unterstützte Ländermerkmale erkennt die App Namen schlechter. Ein lokales Erkennungsmodell über Ollama kann hier helfen.
  • Initialen und AlltagswörterDer Wächter prüft Werte ab vier Zeichen, Initialen also nicht. Einzelne Namensteile, die zugleich gewöhnliche Wörter sind, prüft er nicht für sich, damit normale Sätze den Versand nicht dauerhaft blockieren.
  • Seltene DetailsAuch ohne Namen kann ein Sachverhalt durch seltene Details erkennbar bleiben. Innerhalb einer Installation erhält derselbe Wert zudem stets denselben Ersatzwert: Ein Anbieter könnte sehen, dass ein Wert mehrfach vorkam, aber nicht, welcher.

Die Erkennung wird fortlaufend mit neuen Testtexten geprüft; gefundene Lücken werden dokumentiert und behoben. Eine pauschale Erkennungsquote nennen wir nicht, weil sie für Ihre Texte keine Zusage wäre.

Herkunftsprüfung

Was das Modell erfindet, wird gemeldet.

Sprachmodelle zitieren gern Paragraphen, die niemand genannt hat. Tegmaguard vergleicht den Entwurf mit Ihrer Eingabe und der Akte: Fundstellen, Daten und Kennungen ohne Herkunft werden angezeigt, nie stillschweigend übernommen.

  • Zwei Tonlagen.Nicht existent ist eine harte Meldung, existent-aber-quellenlos eine neutrale Prüfzeile.
  • Diff bei Folgeantworten.Was sich gegenüber der vorherigen Fassung geändert hat, Wort für Wort.
Anwaltsfall in Tegmaguard: der Prüfbereich meldet „Der Entwurf zitiert Fundstellen, die nicht aus Ihrer Eingabe oder der Akte stammen: § 253 Abs. 2 BGB“
Vergleich

Tegmaguard, Cloud-Plattform, Schwärzen von Hand

Cloud-KI-Plattformen für Unternehmen lösen ein anderes Problem: Team-Verwaltung, ein Vertrag für viele Mitarbeitende, EU-Hosting. Dort regeln Verträge, was mit echten Namen auf fremden Servern geschieht. Tegmaguard setzt einen Schritt früher an: Erkannte Namen und Kennungen werden auf Ihrem Rechner ersetzt, bevor der Text einen Server erreicht, auch einen europäischen.

KriteriumTegmaguardCloud-KI-Plattform für TeamsVon Hand schwärzen
Wo landen echte Mandanten- oder Kundendaten?Auf Ihrem Gerät: erkannte Angaben werden vor dem Versand durch Spiegeldaten ersetztAuf dem Server des Anbieters, ggf. EU-gehostetBeim Modell, wenn eine Stelle übersehen wird
Berufsgeheimnis (§ 203 StGB)Technischer Schritt vor dem Versand: ersetzen, Vorschau, WächterIn der Regel erreicht der Klartext den PlattformanbieterAbhängig von der Sorgfalt der Person, die schwärzt
Vertrag und Drittland (AVV, z. B. USA)Ihr Vertrag mit dem KI-Anbieter bleibt, der Anbieter erhält aber nur Text, in dem erkannte Angaben ersetzt sind. Echte erkannte Identitäten bleiben auf Ihrem Rechner. Mit einem lokal geladenen Modell über Ollama ist kein externer KI-Anbieter beteiligtVerträge (AVV, ggf. Standardvertragsklauseln oder Data Privacy Framework) regeln, was mit dem Klartext beim Anbieter und seinen Unterauftragsverarbeitern geschiehtAbhängig davon, was beim Schwärzen übersehen wird
AbrechnungLizenz pro Platz, jährlich oder monatlich; KI-Nutzung über Ihren eigenen API-Schlüssel, abgerechnet direkt vom Anbieter; kein Nutzungslimit im ToolJe nach Anbieter, häufig ein Abo pro NutzerKein Werkzeug, aber Arbeitszeit
ModellqualitätVolle Stärke der angebundenen Cloud-Modelle (Claude, ChatGPT, Gemini, Mistral); nutzbar, weil vorher lokal maskiert wirdEbenfalls Spitzenmodelle, dafür laufen echte Daten über deren ServerJedes Modell nutzbar; es sieht geschwärzte Stellen statt lesbarer Angaben
Setup-AufwandApp laden, in wenigen Minuten startklar, kein Server, keine MieteJe nach Anbieter Vertrag, Onboarding und Nutzerverwaltung fürs ganze TeamMiete, Server, IT-Konfiguration bei eigenem Betrieb; sonst laufender manueller Aufwand
Offline-fähigJa: mit Ollama und einem lokal geladenen Modell läuft die KI auf dem GerätIn der Regel nicht: SaaS, ohne Internet kein ZugriffJa, aber ohne KI-Unterstützung
Versteht eine ganze Akte?Fristen, Beteiligte, Vollständigkeit, FundstellenzwangWissensdatenbank/RAG über hochgeladene DokumenteNein
Was bei einem Anbieter-Datenleck passiertBeim KI-Anbieter liegen Texte, in denen erkannte Angaben ersetzt sind. Nicht erkannte Angaben können darin enthalten sein.Betroffen sein können Klartexte, die beim Plattformanbieter liegenBetroffen ist, was beim Schwärzen übersehen wurde
Löschung nachweisenLöschnachweis der App („Löschzertifikat“) für die in der App gelöschten Daten, mit VerifikationsscanLöschanfrage beim Anbieter, Nachweis oft händisch—

Allgemeine Gegenüberstellung typischer Vorgehensweisen, kein Test bestimmter Produkte. Die Angaben zu Cloud-Plattformen beschreiben den üblichen Fall und können bei einzelnen Anbietern abweichen. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Abgrenzung

Ihre Rolle bei der Arbeit mit Tegmaguard

  • Rechtliche Bewertung.Ob und wie Sie einen KI-Dienst einsetzen dürfen, etwa mit Blick auf § 203 StGB, Ihr Berufsrecht oder die DSGVO, bewerten Sie selbst oder mit Ihrer Beratung und Ihrem Datenschutzbeauftragten. Tegmaguard verringert, welche Angaben den Anbieter erreichen; eine Rechtsberatung ist es nicht.
  • Protokolle aus der App.DSGVO-Bericht und Löschzertifikat erstellt die App selbst. Sie dokumentieren, was mit einem Fall geschehen ist.
  • Ihr Blick auf das Ergebnis.Prüfen Sie die Vorschau vor dem Senden und die Antwort danach. Auch ein Sprachmodell, das mit Ersatzwerten arbeitet, kann sich irren.
  • Ihr Vertrag mit dem KI-Anbieter.Den schließen Sie selbst, mit Ihrem eigenen API-Schlüssel und zu den Bedingungen des Anbieters. Für jeden KI-Anbieter gelten dessen eigene Bedingungen, bei Gemini die von Google. Prüfen Sie sie vor dem Einsatz. Für Praxen: Googles Bedingungen für Gemini schließen die Nutzung in der klinischen Praxis und zur medizinischen Beratung aus. Prüfen Sie das vor dem Einsatz.
Einordnung

Recht und Verträge: wer welche Rolle hat

Hier fassen wir Gesetzestexte und Rechtsprechung allgemein zusammen, jeweils mit Link zur Quelle. Das ist keine Rechtsberatung: Wie Sie Tegmaguard und einen KI-Dienst einsetzen, entscheiden und verantworten Sie als Verantwortlicher im Sinne der DSGVO, bei Bedarf mit Ihrer Beratung und Ihrem Datenschutzbeauftragten. Stand der Zusammenfassung: 1. November 2026.

  • Tegmaguard ist Software auf Ihrem Gerät.Ihre Texte, Fälle und die Zuordnung zwischen echten Angaben und Ersatzwerten gehen über keinen Server von Tegmaguard. Wir erhalten diese Inhalte nicht und verarbeiten sie nicht (zum Begriff des Auftragsverarbeiters: Art. 4 Nr. 8 und Art. 28 DSGVO). Welche Verbindungen die App selbst aufbaut, steht oben unter Verbindungen der App; Testzugang und Kauf beschreibt die Datenschutzerklärung.
  • Ihr Vertrag mit dem KI-Anbieter.Für Claude, ChatGPT, Gemini oder Mistral nutzen Sie Ihren eigenen API-Schlüssel und damit einen Vertrag direkt mit dem Anbieter. Verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag, verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung; dazu gehört auch, wer als Unterauftragsverarbeiter mitwirkt. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Anbieters.
  • Drittland, zum Beispiel USA.Für eine Übermittlung personenbezogener Daten in ein Land außerhalb der EU verlangt die DSGVO eine Grundlage nach Kapitel V, etwa einen Angemessenheitsbeschluss (Art. 45) oder geeignete Garantien wie Standardvertragsklauseln (Art. 46). Für US-Unternehmen, die nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert sind, gilt der Angemessenheitsbeschluss (EU) 2023/1795; seine Gültigkeit ist Gegenstand eines beim EuGH anhängigen Rechtsmittelverfahrens (C-703/25 P). Tegmaguard ersetzt erkannte Angaben vor dem Versand. Ob die übermittelten Texte beim Anbieter noch personenbezogen sind, hängt nach dem EuGH davon ab, ob er die Personen mit Mitteln identifizieren kann, die nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzt werden; für Sie als Verantwortlichen bleiben es personenbezogene Daten (EuGH, C-413/23 P, zur inhaltsgleichen VO (EU) 2018/1725).
  • Berufsgeheimnis.§ 203 StGB stellt das unbefugte Offenbaren fremder Geheimnisse unter anderem durch Anwältinnen und Anwälte, Ärztinnen und Ärzte sowie Steuerberaterinnen und Steuerberater unter Strafe. Nach Abs. 3 dürfen sie Geheimnisse Personen offenbaren, die an ihrer beruflichen Tätigkeit mitwirken, soweit das für deren Tätigkeit erforderlich ist; Abs. 4 macht strafbar, wer nicht dafür gesorgt hat, dass eine solche Person zur Geheimhaltung verpflichtet wurde, wenn sie das Geheimnis unbefugt offenbart. Für Anwältinnen und Anwälte regelt § 43e BRAO die Einzelheiten, für Steuerberaterinnen und Steuerberater inhaltsgleich § 62a StBerG, darunter einen Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitsverpflichtung, Dienstleister im Ausland nur bei vergleichbarem Schutz und bei Diensten, die unmittelbar einem einzelnen Mandat dienen, die Einwilligung des Mandanten. Tegmaguard verringert, welche Angaben einen Dienstleister überhaupt erreichen; ob im Einzelfall eine Offenbarung vorliegt, beurteilen Sie selbst.
  • Datenschutz-Folgenabschätzung.Art. 35 DSGVO verlangt sie, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen mit sich bringt. Ob das bei Ihrer KI-Nutzung der Fall ist, beurteilen Sie als Verantwortlicher. Der DSGVO-Bericht der App dokumentiert je Fall die Pseudonymisierung, den Datenfluss und die Maßnahmen und kann einer solchen Folgenabschätzung als Anlage dienen; eine eigene ersetzt er nicht.
  • Löschung.Art. 17 DSGVO regelt das Recht auf Löschung. Das Löschzertifikat der App belegt, was die App selbst gelöscht hat: den Fall im Tresor und seine Sicherungskopien. Gespeicherte Exporte, Backups des Betriebssystems und Daten, die beim KI-Anbieter liegen, erfasst es nicht.
  • Lokales Modell.Mit einem lokal geladenen Modell über Ollama geht die KI-Anfrage an keinen Modellhersteller; er erhält keine Inhalte. Beim Herunterladen eines Modells überträgt Ollama Ihre IP-Adresse an die Modellbibliothek.
  • KI-Verordnung.Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Art. 50 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689. Sie richten sich an Anbieter von KI-Systemen, etwa mit dem Hinweis, dass man mit einer KI interagiert, und an Betreiber in bestimmten Fällen, darunter Deepfakes und Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren, sofern sie nicht menschlich geprüft und redaktionell verantwortet werden. Für Systeme, die vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden, gilt die Kennzeichnungspflicht nach Abs. 2 ab dem 2. Dezember 2026 (VO (EU) 2026/1744). Eine eigene Kennzeichnungs- oder Hinweisfunktion dafür hat Tegmaguard nicht.
Stand heute

Wo Tegmaguard heute steht

  • Referenzen.Kunden nennen wir nur mit ihrer schriftlichen Zustimmung. Eine solche Nennung gibt es bisher nicht.
  • Direkter Draht.Fragen, Fehlerberichte und Wünsche landen direkt bei dem Team, das Tegmaguard entwickelt: info@tegmaguard.com. Weil Ihre Daten bei Ihnen liegen und die Lizenz offline geprüft wird, hängt der Betrieb der installierten App nicht an einem Server von uns.
  • Netzwerknachweis.Dass die Programmfunktionen im Lokal-Modus keine Verbindung nach außen aufbauen, belegt ein automatisierter Test auf Code-Ebene; die Update-Prüfung deckt er nicht ab. Eine Messung des Netzwerkverkehrs der fertigen App steht noch aus.
  • Windows als Beta.Die Windows-Version ist eine unsignierte Beta.
Wer dahintersteht

Adnan Dikmen und sein Team

Tegmaguard wurde 2026 in Berlin von Adnan Dikmen gegründet und wird gemeinsam mit seinem Team entwickelt.

  • AnschriftReuterstraße 46, 12047 Berlin. Umsatzsteuer-ID DE363673191. Alle Angaben im Impressum.
  • Kontaktinfo@tegmaguard.com. Fragen zur Technik beantwortet das Entwicklungsteam direkt.
  • Signierte macOS-AppDer Download für macOS ist mit einem Apple-Zertifikat (Developer ID) auf den Namen Adnan Dikmen signiert und von Apple notarisiert. macOS prüft beides beim ersten Öffnen. Die Notarisierung ist eine automatisierte Prüfung durch Apple auf Schadsoftware, keine Prüfung des Datenschutzes. Die Windows-Version ist noch nicht signiert.
  • Sicherheitslücke gefunden?Bitte an info@tegmaguard.com melden. Maschinenlesbar steht das in der security.txt.
Porträt von Adnan Dikmen, Gründer von Tegmaguard